Sandfilter und Sandfilteranlagen für Pool und Schwimmbad

Dieser Artikel enthält umfangreiche Informationen zum Thema Sandfilter. Nach dem Lesen ist man sowohl in der Lage eine Sandfilteranlage mit fundiertem Hintergrundwissen zu kaufen und zu betreiben.

Was ist ein Sandfilter bzw. eine Sandfilteranlage?

Sandfilter sind Wasserfilter die auch in großen Kläranlagen verschmutztes Wasser mit Hilfe von Sand als Filtermedium reinigen. Dabei wird das verschmutzte Wasser auf die Sandschicht gebracht, durchsickert diese, die Schwebstoffen und Verunreinigungen werden durch die Sandkörner zurückgehalten und unter der Sandschicht tritt dann gereinigtes Wasser wieder aus.

Sandfilter Funktionsweise
Sandfilter Funktionsweise

Diesem Prinzip folgend werden Sandfilteranlagen im kleinen Maßstab bei der Reinigung von Pool- und Schwimmbadwasser eingesetzt. Dabei befindet sich der Sand in einem Filterbehälter und in den mittels einer Pumpe Wasser mit Druck eingepumpt, durch die Sandfüllung strömt und anschließend wieder durch einen Filterboden austritt und dann von Schmutz, Haaren , Blütenpollen und Hautpartikeln gereinigt in den Pool zurückgeleitet wird. Um einen Sandfilter zu reinigen verfügen Sandfilteranlagen über eine Rückspülfunktion. Über diese Rückspülfunktion wird der Sand im Filter ausgespült und der zurückgehaltene Schmutz im Filter fließt heraus.

Wie funktioniert ein Sandfilter?
Wie funktioniert ein Sandfilter?

Wie ist ein Sandfilter aufgebaut?

Eine Sandfilteranlage ist aus drei zentralen Bestandteilen aufgebaut:

  • der Filterkessel, in dem sich das Filtermedium (in der Regel Quarzsand) befindet
  • die Filterpumpe
  • das Mehrwegeventil

Darüber hinaus gibt es weitere Bestandteile die in der nachfolgenden schematischen Abbildung benannt werden:

Sandfilter Sandfilteranlage für Pool Schwimmbecken Aufbau
Sandfilter Sandfilteranlage für Pool Schwimmbecken Aufbau

Alle Komponenten werden nachfolgend im Detail beschrieben.

Der Filterkessel

Filterkessel werden aus verschiedenen Materialien hergestellt: Polypropylen, glasfaserverstärktes Polypropylen, glasfaserverstärktes Polyester oder Edelstahl.

Im Aufbau unterscheidet man zwischen zwei Arten von Filterkesseln:

  • einteilige Filterkessel
  • zweiteiliger Filterkessel
Sandfilter Sandfilteranlage für Pool Schwimmbecken einteiliger und zweiteiliger Filterkessel
Sandfilter Sandfilteranlage für Pool Schwimmbecken einteiliger und zweiteiliger Filterkessel

Der einteilige Filterkessel ist aus einem Stück gearbeitet und verfügt über eine einzelne obere Öffnung. Man kann sich den einteiligen Filterkessel wie ein kleines Gurkenfass vorstellen. Die obere Öffnung wird dann bei dem fertig montierten Sandfilter mit dem Mehrwegeventil verschlossen. Dieser Installationsort des Mehrwegeventil wird als top mount bezeichnet. Beim zweiteiligen Filterkessel  kann der obere Teil des Kessels abgenommen werden. Das Mehrwegeventil befindet sich bei zweiteiligen Filterkesseln seitlich, meist an der unteren Kesselhälfte, die Installation wird als side mount bezeichnet.  Beide Hälften werden mit einem Spannring aus Kunststoff oder Metall zusammengehalten.  Der größte Vorteil des zweiteiligen Filterkessels ist hier die Reinigung, insbesondere bei größeren Filtern: nach dem Abnehmen des oberen Kesselteils kann der Sand entnommen und wieder aufgefüllt werden. Im Vergleich dazu steht bei einem einteiligen Filterkessel nur die kleine obere Öffnung zur Verfügung durch die der Sand entnommen und aufgefüllt werden kann. Filterkessel verfügen über eine kleine Entleerungschraube unten am Kessel, mit der das Wasser im Kessel abgelassen werden kann. Bei kleineren Kesseln kann man den Kessel ausschütten, aber: das funktioniert nur bei kleinen Kesseln, denn der feuchte Sand und damit auch der befüllte Kessel ist schwer und ab 40 kg aufwärts ist das nur mit sehr viel Mühe zu schaffen. Bei größeren Anlagen und bei der Verwendung von Quartzsand als Filtermedium, beim Kauf auf einen zweiteiligen Filterkessel achten!

Die Filterpumpe – selbstansaugend vs. nicht selbstansaugend

Filterpumpe für Sandfilteranlage
Filterpumpe für Sandfilteranlage

Sandfilteranlagen sind immer mit Filterpumpen ausgestattet. Diese verfügen über einen kleinen Elektromotor mit Netzstromanschluss. Dieser Elektromotor treibt über einen kleine Motorwelle, die über einen Gleitringdichtung das Filtergehäuse vom Motorgehäuse abtrennt, einen sogenannten Impeller (oder auch Flügelrad genannt) an, der sich in einem abgeschlossenen Gehäuseteil  befindet und das Herzstück der eigentliche Pumpe darstellt.  Bevor das Wasser in den Impeller gelangt, durchströmt es  einen eingebauten Vorfilter, der aus einem Filterkorb („Haarfangkorb“) besteht, der in den meisten Filterpumpen nach oben zur einfachen Reinigung herausgenommen werden kann. Der Vorfilter schützt die Pumpe vor grobem Schmutz (z.B. Haare, Laub, Steinchen). Da der Vorfilter regelmäßig gereinigt werden sollte, ist ein Absperrhahn zwischen Pool und Sandfilter zu empfehlen. Dieser Absperrhahn verhindert größere Wasserverluste beim Reinigen des Vorfilters. Ein Ein- und ein Auslass-Anschluss mit Überwurf-Muttern sind an allen Filterpumpe für die Schlauch- oder Rohr-Anschlüsse vorgesehen. Wird die Sandfilteranlage vormontiert gekauft, ist die Filterpumpe bereits an den Filterkessel angeschlossen. Falls nicht sind die beiden Anschlüsse einfach zu erkennen, der Anschluss vor dem Vorfilter ist die Zuleitung des „verschmutzten“ Poolwassers. Der zweite Anschluss befindet sich am Filterpumpengehäuse (oft oben, siehe Abbildung oben) und leitet das Poolwasser in den Sandfilterkessel.

Wichtiger Unterschied: es gibt sogenannten selbstansaugende, aber auch nicht selbstansaugende Filterpumpen. Davon abhängig muss der Aufstellort in Bezug auf die Wasseroberfläche des Pools gewählt werden. Bei nicht selbstansaugenden Filterpumpen, muss das Wasser selbständig zur Pumpe fließen, die Pumpe muss also niedriger als die Wasseroberfläche des Pools stehen. Die selbstansaugenden Filterpumpen können auch oberhalb der Wasseroberfläche des Pools installiert werden.

Impeller für Sandfilterpumpe
Impeller für Sandfilterpumpe

Tipp: Sollte der Motor der Pumpe nach einiger Zeit einmal laufen, die Pumpe  kein Wasser mehr ansaugen, wird in den meisten Fällen der Impeller defekt oder verschmutzt sein, der Austausch ist nicht schwierig, Ersatzteile sind günstig.

Das Mehrwegeventil

Wenn die Filterpumpe das Herz der Sandfilteranlage und der Filterkessel mit dem Quarzsand die Lunge der Sandfilteranlage ist, dann ist das Mehrwegeventil das Gehirn, die Steuereinheit der Anlage. Mit dem Mehrwegeventil steuert man per Handgriff die Wege des Wassers durch die Sandfilteranlage. Es gibt Mehrwegeventile als 4-Wege oder als 6-Wege Ventile, als top mount (Installation auf dem Filterkessel) oder side mount (Installation seitlich am Filterkessel). Nachfolgend werden ausschließlich 6-Wege Ventile betrachtet.

Funktion und Aufbau des Mehrwegeventils

Das Mehrwegeventil ist ein kleines technisches Wunderwerk, das im folgenden Abschnitt erklärt wird. Mehrwegeventile haben drei Schlauch/Rohr-Anschlüsse:

  • Pumpe (engl. pump) – der Anschluss von der Filterpumpe zum Mehrwegeventil
  • Zurück (engl. return) – der Anschluss vom Mehrwegeventil zum Pool
  • Abwasser (engl. waste) – der Anschluss aus dem das Schmutzwasser beim Rückspülen abfliesst

Oben auf dem Mehrwegeventil gibt es einen Hebel mit verschiedenen Stellungen, die nachfolgend erklärt werden:

Wie funktioniert ein Mehrwegeventil vom Sandfilter?
Wie funktioniert ein Mehrwegeventil vom Sandfilter?

Der Einstellhebel des Mehrwegventils verfügt über einen kleinen Zeiger (eine kleine Kimme oder Nase) gegenüber dem eigentlichen Griff. Diese Kimme/Nase zeigt an, welche Position angewählt wird. Nachfolgend werden alle Positionen beschrieben, es sind insgesamt sieben, doch dazu gleich mehr …

(1) Filtern: In dieser Stellung wird das Wasser von der Filterpumpe angesaugt und so durch den Filterkessel geleitet, dass der Schmutz hängenbleibt und das Wasser gereinigt wird. Das Poolwasser fließt von oben nach unten durch den Filterkessel. Das ist die Standard-Einstellung des Sandfilters. Wie wird die Stellung Filtern eingestellt?:

  1. Pumpe abschalten.
  2. Hebel des Mehrwegeventiles bei abgeschalteter Pumpe auf die Position „Filtern“ stellen.
  3. Die Pumpe einschalten.

(2) Rückspülen: Das Wasser wird in dieser Stellung in umgekehrter Richtung durch den Filterkessel gedrückt, um das Filtermedium zu lockern und zu reinigen. Das Wasser fließt dabei über den Entleerungsanschluss (welcher am entsprechenden Ausgang mit „Canal / Waste“ gekennzeichnet ist) ab. Dieser Vorgang dauert in der Regel so lange, bis das ausfliessende Wasser (wenn vorhanden am Schauglas) klar und sauber ist, ca. nach 2 – 6 Minuten. Wie wird die Stellung Rückspülen eingestellt?:

  1. Pumpe abschalten.
  2. Mehrwegeventil bei abgeschalteter Pumpe auf die Position „Rückspülen“ stellen.
  3. Pumpe einschalten und laufen lassen (ca. 2 – 6 Minuten).
  4. Pumpe abschalten.

(3) Nachspülen: Nach dem Rückspülvorgang (Stellung 2) wird immer nachgespült. Damit wird vermieden, dass Sand in den Pool gelangt. Dabei fließt das Wasser wieder von oben nach unten durch den Filterkessel und verdichtet dabei wieder das Filtermedium/Filtersand. Das Wasser wird dabei allerdings noch nicht in den Pool zurückgeleitet, sondern fließt weiter über den Entleerungsanschluss ab. Dieser Vorgang ist nach jedem Spülen ca. 30 Sekunden lang durchzuführen. Wie wird die Stellung Nachspülen eingestellt?:

  1. Pumpe abschalten
  2. Mehrwegeventil bei abgeschalteter Pumpe auf die Position „Nachspülen“ stellen.
  3. Pumpe einschalten und kurz laufen lassen (ca. 30 Sekunden).
  4. Pumpe abschalten.

(4) Entleeren: Je nach Position des Beckenauslaufs (z.B. über einen Bodenablauf), kann über diese Funktion der Wasserstand abgesenkt werden. Die Funktion sollte nicht dafür verwendet werden, den Pool zu entlehren, da die Pumpe trockenlaufen und beschädigt werden kann. Wie wird die Stellung Entleeren eingestellt?:

  1. Pumpe abschalten
  2. Hebel des Mehrwegeventiles bei abgeschalteter Pumpe auf die Position „Entleeren“ stellen.
  3. Ventile zur Ansaugleitung des Pools/Skimmers schließen.
  4. Ventile zum Bodenablauf vollständig öffnen.
  5. Pumpe einschalten, nur solange bis Luft angesaugt wird!
  6. Pumpe abschalten.

(5) Zirkulieren: Das Wasser wird über die Filterpumpe bewegt, ohne durch den Filterkessel geleitet zu werden, der Kessel ist quasi abgekoppelt/abgeschaltet. Diese Funktion ist nützlich, um z.B. Wasserpflegemittel bei einer Stoßchlorung im Pool zu verteilen. Wie wird die Stellung Zirkulieren eingeschaltet?:

  1. Pumpe abschalten
  2. Mehrwegeventil bei abgeschalteter Pumpe auf die Position „Zirkulieren“ stellen.
  3. Pumpe einschalten.

(6) Geschlossen: Die Wasserzufuhr von Mehrwegeventil zur Filterpumpe wird in dieser Stellung geschlossen. Diese Stellung wird z.B. dafür verwendet, um den Pumpen-Vorfilterkorb zur reinigen. Wie wird die Stellung Geschlossen eingeschaltet?:

  1. Pumpe abschalten
  2. Mehrwegeventil bei abgeschalteter Pumpe auf die Position „Geschlossen“ stellen.

(7) Winter: Lustigerweise gibt es beim 6-Wege Ventil noch eine siebente Position 🙂 die Winterstellung. Wird der Sandfilter im Herbst oder Winter nicht genutzt, kann mit dieser Einstellung das Mehrwegeventil komplett geöffnet und alle Dichtungen entlastet werden.

Wichtig:
Das Mehrwege-Ventil grundsätzlich nur bei abgeschalteter Pumpe bedienen!

Top-Mount Ventile und Side-Mount Ventile

Unterschiede Mehrwegeventile Sandfilter Top Mount und Side Mount
Unterschiede Mehrwegeventile Sandfilter Top Mount und Side Mount

Es gibt noch einen weiteren Unterschied, und der bezieht sich auf die Anbringung des Mehrwegeventils. Bei den gängigen Kesseln befindet sich dieses Ventil auf der Oberseite (Top-Mount-Ventil). Das Ventil ist gleichzeitig auch die Abdeckung für die Wartungsöffnung. Bei größeren Behältern befindet sich das Ventil an der Seite (Side-Mount-Ventil) des Kessels. Der Vorteil der Side-Mehrwegeventilen ist, dass das Ventil fest mit den innenliegenden Filterrohren verbunden, sodass Schmutzwasser und sauberes Wasser klar getrennt sind. Beim Top-Mount-Ventil dagegen wird das Filterrohr in das Mehrwegventil eingeschoben, sodass eventuell Schmutzwasser vorbeilaufen kann. Der Vorteil der Top-Mount-Ventile ist allerdings der günstige Preis und der kleinere Bauraum.

Mehrwegeventile mit Rückspülsteuerung

Mehrwegeventil für Sandfilter mit Rückspülsteuerung
Mehrwegeventil für Sandfilter mit Rückspülsteuerung

Die Sandfilteranlagen müssen in regelmäßig gereinigt (rückgespült) werden und die Mehrwegeventile werden dabei manual, per Hand umstellt. Dieser Vorgang kann bei Nutzung von Mehrwegeventilen mit automatischer Rückspülsteuerung automatisiert werden.

Das Filtermedium

Filtersand/Quartzsand

Filtersand, sogenannter Quartzsand wird in der Regel in 25 kg Säcken, in Korngrößen von 0,4 mm bis 2,5 mm angeboten, wobei meist ein Korngrößenbereich abgefüllt und verkauft wird, z.B.  0,4 – 0,8 mm oder 0,7 – 1,2 mm. Den Namen Quartzsand hat der Sand auf Grund seiner Bestandteile: winzig kleiner Quartzkörper, klingt spektakulär, aber dann auch gleicht nicht mehr, wenn man weiß, dass Quartz das zweithäufigste Mineral der Erdkruste ist. Feiner Quartzsand hat eine bessere Filterwirkung, der Filter verstopft jedoch schneller und muss häufiger gereinigt werden. Grober Sand hat eine geringere Filterleistung, so dass nach dem Filtervorgang noch leicht verschmutztes Wasser den Sandfilter verlassen kann.  Filter-Quarzsand sollte in jedem Fall nach jeder zweiten Saison gewechselt werden. Empfehlung:

Filterglas

Filterglas für Sandfilter wird aus weißem oder grünem, nicht beschichtetem Glas aus Überproduktionen der Glasindustrie (aufbereitetes Recycle-Glas) hergestellt. Durch die glatten Glasoberflächen werden Schmutzpartikel nicht nur zurückgehalten, sondern auch die Keimbildung, bzw. die Entstehung von Biofilm unterdrückt werden. Ein großer Vorteil neben der besseren Wasserqualität, weniger und kürzere Rückspülzeiten und eine längere Verwendungsdauer im Filterkessel, je nach Hersteller kann das Filterglas bis zu 5 Jahre verwendet werden. Aufgrund der geringeren Dichte ist das Glas etwas leichter als Quarzsand. 20 kg Filterglas entsprechen dabei ca. 25 kg Quartzsand und so ergibt sich auch die häufig verwendete Gebindegröße von 20 kg Säcken. Eine besondere Art Filterglas mit weiteren verbesserten Eigenschaften, ist das sogenannte Aktivierte Filterglas. Dabei wird spezielles grünes Glas mit einer speziellen Kornform verwendet, das durch einen mehrstufigen chemischen und physikalischen Prozess eine vergrößerte Oberfläche erhält.

Filter-Balls

Filter-Balls sehen aus wie kleine Schneebälle und sind ein sehr leichtes Filtermaterial für Sandfilteranlagen im Vergleich zum klassischen Quartzsand und auch im Vergleich zum Filterglas: 0,7 kg Filter-Balls ersetzen 25 kg Filtersand. Filter-Balls haben eine Menge Vorteile:

  • leichter und damit einfacher in der Handhabung der Filtermedien, z.B. beim Einfüllen und Entleeren des Filterkessels,
  • hohe Filterwirkung und filtern Rückstände bis zu einer Größe von 1.5 μm. (Sand ca. 40 μm),
  • hohe Schmutzaufnahmefähigkeit, keine Rückspülvorgänge (nicht notwendig, und auch Verstopfungsgefahr für Mehrwegeventil), damit wird Zeit, Wasser und Strom gespart,
  • weniger Durchflusswiderstand als mit Sand und Filterglas, höhere Durchströmung bei gleichem Stromverbrauch,
  • hohe Lebensdauer und können einfach in der Waschmaschine bei 30°C gewaschen werden (ca. 1 – 2 Mal pro Saison),
  • ungiftig und können wenn nötig leicht entsorgt werden (100 % Polyethylen und zu 100 % recyclebar)

Preisvergleich Filtermedien

Was kosten die verschiedenen Filtermedien? Wir haben uns bei der folgenden kleinen Übersicht an einer Füllmenge eines Sandfilters mit 25 Kg Quarzsand bezogen und die vergleichbaren Angaben für die alternativen Filtermedien dargestellt:

  • 25 Kg Sand – ca. 10 EUR
  • 20 Kg Filterglas – ca. 30 EUR
  • 20 kg aktiviertes Filterglas – ca. 50 EUR
  • 700 g Filter-Balls – ca. 15 – 20 EUR

Alle vier der genannten Filtermedien funktionieren in einem Sandfilter hervorragend. Auf Grund der höheren Bequemlichkeit in der Anwendung und der super Kostenbilanz haben wir allerdings einen Favoriten:
die Filter-Balls.

Wie groß soll der Sandfilter sein?

Eine Sandfilteranlage soll gekauft werden, aber welche ist der richtige? Die Auswahl der richtigen Sandfilter-Größe ist einfach, wenn die Poolgröße in Kubikmetern bekannt ist. (die Entscheidung kann auch kompliziert gemacht werden, wir halten den Punkt hier aber bewusst einfach und konzentrieren uns auf die wesentlichen Punkte). Welcher Einfluss die Poolgröße auf die empfohlene Größe des Sandfilters hat hängt mit der empfohlenen Umwälzrate des Pool-Inhaltes zusammen, also der Häufigkeit mit der der Pool-Inhalt komplett pro Tag gefiltert werden soll.

Wie oft soll der Pool-Inhalt pro Tag durch den Sandfilter strömen?

Wir empfehlen: zwei mal am Tag, innerhalb von jeweils ca. 5 Stunden sollte das komplette Wasser im Pool mindestens gefiltert werden. Häufiger ist besser, aber die Stromkosten begrenzen diesen Anspruch. Dazwischen kann der Sandfilter ausgeschaltet werden. Nochmal mit anderen Worten, innerhalb von 5 Stunden sollte der Sandfilter den gesamten Pool-Inhalt komplett umwälzen. (Das dann zweimal am Tag, spiel aber bei der Berechnung keine Rolle.) Aus dieser Faustformel ergibt sich dann automatisch die Mindest-Größe der Sandfilteranlage:

Pool-Inhalt in Kubikmeter / 5 =
Mindestgröße der Sandfilteranlage

(in Kubikmeter/Stunde)

Beispiel:
Pool-Inhalt 20.000 l = 20 Kubikmeter
20 Kubikmeter / 5 Stunden = 4 Kubikmeter/Stunde (m³/h) =
Mindestgröße der Sandfilteranlage.

Das heißt eine Sandfilteranlage mit 4 m³/h sollte mindestens verwendet werden.
Diese Angabe zum m³/h Wert findet man bei jeder Sandfilteranlage in den technischen Daten.

Leider wird der Pool-Inhalt selten von den Herstellern angegeben, oft werden die Dimensionen des Pools angegeben, so dass man den Pool-Inhalt selbst errechnen muss. Wir haben einen tollen Rechner auf Blitzrechner.de gefunden, der hier bei der schnellen Berechnung des Pool-Inhaltes weiterhilft:

https://www.blitzrechner.de/pool-schwimmbad/

Unterstützung bei der Berechnung benötigt?
Dann Email an info@uv-klaerer.de

An dieser Stelle die Schritte zur Auswahl der Sandfilteranlage nochmal kurz zusammengefasst,

  • der Poolinhalt entscheidet, die Menge an Poolwasser in Kubikmeter (m³) ermitteln
  • den Poolinhalt in Kubikmetern (m³) durch 5 teilen/dividieren
  • das Ergebnis gibt die Größe der Sandfilteranlage m³/h an, nach der gesucht werden muss

An dieser Stelle ist man mit der Berechnung fertig und kann anfangen sich eine schöne Sandfilteranlage auszusuchen. Grundsätzlich gilt wie bei allen Filtern: Auch ein Sandfilter kann nicht zu groß sein, aber ein großer Sandfilter verfügt über eine große, leistungsstarke Pumpe und verbraucht daher mehr Strom als ein kleiner Sandfilter. Daher sollte die oben berechnete Mindestgröße errechnet werden und mit einem angemessenen Aufschlag versehenen  werden. Und hierbei kann man sich in der Tat vom Stromverbrauch und damit von den mittelbaren Kosten pro Tag/Woche/Monat oder Saison leiten lassen.

Wieviel Strom verbraucht ein Sandfilter?

Bei der folgenden Übersicht sind wir von durchschnittlichen Stromkosten von 0,28 EUR pro kWh ausgegangen und von der empfohlenen täglichen Laufzeit von 10 Stunden (2 x 5 Stunden) am Tag. Ausgangspunkt ist die Leistung der eingebauten Poolpumpe in Watt, die in der linken Spalte dargestellt ist, Bsp.: eine Sandfilteranlage mit einer Pumpe mit 400 Watt kostet ca. einen Euro und 12 Cent am Tag Stromkosten.

Watt Tag Woche Monat 1/2 Jahr
(Mai – Okt)
200 0,56 € 3,92 € 16,80 € 100,80 €
300 0,84 € 5,88 € 25,20 € 151,20 €
400 1,12 € 7,84 € 33,60 € 201,60 €
500 1,40 € 9,80 € 42,00 € 252,00 €
600 1,68 € 11,76 € 50,40 € 302,40 €
700 1,96 € 13,72 € 58,80 € 352,80 €
800 2,24 € 15,68 € 67,20 € 403,20 €

Welche Sandfilteranlage kaufen?

Wenn man die Mindestgröße der Sandfilteranlage ermittelt hat (wir erinnern uns, das ist der m³/h Wert) und unsere Bereitschaft ermittelt haben, was uns der Spaß im Jahr wert ist. Dann wird die passende Sandfilteranlage ausgewählt.

Einige Sandfilteranlagen verfügen über nützliche Zusatzfunktionen die wir kurz vorstellen wollen:

Sandfilteranlagen mit Zeitschaltuhr

Sandfilter mit Zeitsteuerung
Sandfilter mit Zeitsteuerung

Da Sandfilteranlagen in Intervallen betrieben werden, d.h. täglich in Phasen von 5 Stunden mit Stillstandszeiten dazwischen, müssen die Anlagen täglich mindesten zwei mal an uns zwei mal aus geschaltet werden. Das an- und ausschalten kann manuell, also per Hand erfolgen, oder per Zeitschaltuhr oder man kauft direkt eine Sandfilteranlage mit eingebauter Zeitschaltuhr.

Sandfilteranlagen mit UVC

Sandfilter mit UVC
Sandfilter mit UVC

Einige Sandfilteranlagen verfügen über einen Einlass im Filterkessel für eine UVC-Lampe. Diese UVC Lampe bestrahlt das einströmende Wasser mit energiereichem UVC Licht. Im Wasser befindliche Keime, Bakterien, Algen oder Vieren werden dabei abgetötet. UVC Licht wird auch seit Jahren in gewerblichen und industriellen Anwendungen bei der Bekämpfung von Mikroorganismen im Wasser eingesetzt und auch wir sind von der Wirkung überzeugt und empfehlen ganz klar den Einsatz von UVC Licht im Pool. Die Verwendung von UVC Licht hat keinen Einfluss auf die Wasserqualität. Es reduziert die Notwendigkeit chlorhaltige Mittel einzusetzen und spart damit Kosten und reduziert die Belastung des Poolwassers mit Clor. Alternativ können Sandfilter auch mit externen UVC Klärern (sogenannten Reaktor-Klärern) ergänzt werden.

Daher ganz klar unser Tipp: Sandfilteranlagen mit UVC!

Interessanter Artikel hierzu:
Die besten Sandfilter mit UVC Klärer für den Pool

Sandfilteranlage mit Poolheizung

Sandfilter mit Heizung
Sandfilter mit Heizung

Einige Sandfilteranlagen verfügen über eine Öffnung im Filterkessel, in die ein UVC Klärer oder eine Poolheizung eingebaut werden kann. Die Heizung wird meist als separates Zubehör angeboten und kann nachgerüstet werden. Meist muss man sich entscheiden, die Zusatzöffnung für den Heizestab oder die UVC Lampe zu verwenden. Meist startet man mit dem Heizer und wechselt dann später zur UVC Lampe, bei steigenden Temperaturen und steigendem Algenwachstum.

Poolsauger an der Sandfilteranlage anschließen

Sandfilteranlagen können auch dafür genutzt werden, einen Poolsauger (Bodensauger) anzuschließen. Dabei dient die Filterpumpe dafür das Wasser im Poolsauger anzusaugen. Der Poolsauger wir entweder über den Skimmer angeschlossen oder ober ein Ventil im Zufluss der Pumpe. Sollte die Sandfilteranlage hierfür vorgesehen werden, dann empfehlen wir die Sandfilteranlage mit einer Pumpenleistung von mindestens 6 m³/h auszuwählen und: es muss eine selbstansaugende Filterpumpe eingebaut sein.

Sandfilteranlage mit Rückspülsteuerung

Neben der Automatisierung über die Zeitschaltuhr gibt es weitere Automatisierungskomponenten, die den Betrieb der Sandfilteranlage komfortabler gestalten. So wird über eine Rückspühlsteuerung die Bedienung des Mehwegeventils nach vorgegebenen Parametern gesteuert. Die Anlagen sind verfügbar, kosten aber meist mehr als die eigentliche Sandfilteranlage und sind meist für kommunale oder große private Schwimmbad-Anlagen vorgesehen.

Wo stellt man einen Sandfilter richtig auf?

Im Prinzip kann man sagen, dass die möglichst kurze Strecke des Schlauches für das Wasser die besten Filterergebnisse liefert und auch ein Pumpenstandort möglichst tief unter der Wasseroberfläche Vorteile bringt.

Wichtig: der Stromanschluss des Sandfilters (die Steckdose an die die elektrische Pumpe des Sandfilters angeschlossen ist) muss mindestens 3,5 Meter weit vom Pool oder Schwimmbecken entfernt sein, weiter weg ist besser!!!

Abdeckung, Technikschrank, Technikschacht oder Technikraum

Der Aufstellort für die Sandfilteranlage sollte trocken und gut belüftet sein. Ideal ist ein Technikraum, oder ein Technilschrank oder Technikschacht. Sollten alle diese Möglichkeiten nicht gegeben, empfehlen wir eine Abdeckung für die Sandfilteranlage zu bauen. Es ist außerdem darauf zu achten, dass der Technikraum ausreichend entwässert wird (Sickerschacht oder Kanalanschluß). Der Technikraum darf auf keinen Fall luftdicht abgeschlossen werden, da dies durch Kondenswasserbildung zu Schäden an der Pumpe führen kann. Ebenso kann auf die Elektroteile tropfendes Wasser zu Schäden führen. Weiters sollte der Technikraum mit einem Ablauf versehen werden, um eindringendes Wasser bzw.  Rückspülwasser ableiten zu können. Um den Raum möglichst trocken zu halten, kann ein Lüftungsrohr eingebaut werden, damit ein Luftaustausch möglich ist.

Die Größe des Technikraumes sollte so gewählt werden, dass Wartungsarbeiten an Pumpe bzw. Kessel problemlos durchgeführt werden können (mindestens 2 x 2 m; optimal 2 m x Beckenbreite). Praktischerweise wird die Technikschachttiefe der Körpergröße des Benutzers angepasst, damit dieser sich im Technikraum aufrecht bewegen kann.  Dadurch kann der Technikschacht eventuell auch tiefer als das Becken sein. Als Deckel empfehlen wir einen handelsüblichen Technikschachtdeckel mit einer Mindestgröße von 90 x 60 cm oder 80 x 80 cm.

Einfache Filterabdeckungen kann man selber bauen oder kaufen z.B. bei https://www.die-pumpenkiste.de

Sandfilter – Inbetriebnahme

Sandfilter Montage

Grundsätzlich empfehlen wir, die Montage des Sandfilters bzw. der Sandfilteranlage nach den Angaben in den Bedienungsanleitungen der Hersteller vorzunehmen. Oft sind die Komponenten vormontiert und nur noch die Schlauchanschlüsse oder die Montage des Kessels an der Grundplatte muss vorgenommen werden. Aber nochmal: Unsere Empfehlung ist die Bedienungsanleitung zu lesen und die dort beschriebenen Montageschritte abzuarbeiten.

Einbringen der Filtermedien in den Sandfilter

Als Filtermedium dient in der Regel Quarzsand auf den wir uns bei der nachfolgenden Beschreibung konzentrieren. Das Einfüllen von Filterglas oder Filter-Balls erfolgt vergleichbar. Als erstes wir eine kleine Menge Quarzsand in den Filterkesselboden gegeben, ca. 2 – 3 cm. Danach wird das Standrohr in den Filterkessel mittig eingesetzt und der Quarzsand wird in den Filterkessel geschüttet.

Wichtig:
Unbedingt darauf achten, dass absolut kein Sand in das Steigrohr fällt!
Das kann einfach erreicht werden, indem das Steigrohr mit einer Tüte oder ähnliches angedeckt wird 

Dabei können Einfüllhilfen oder Trichter verwendet werden. Die richtige Füllmenge bitte der Bedienungsanleitung des Herstellers entnehmen. Im Anschluss wird das Mehrwegeventil auf das Standrohr im Kessel gesetzt und befestigt, sodass der Kessel bündig mit dem Ventil abschließt. Zur Abdichtung der Gewinde stets Teflonband verwenden, niemals Hanf! Guter Quarzsand ist bereits vorgewaschen. Bei der Erstinbetriebnahme oder beim Filtersandwechsel, sollte trotzdem ca. 1-2 Minuten zurückgespült werden.

Wie schließt man einen Sandfilter richtig an?

Sandfilter Installation Aufbau Montage mit Pool
Sandfilter Installation Aufbau Montage mit Pool

Der Anschluss einer Sandfilteranlage ist nicht schwer. Im wesentlichen gibt es zwei externe Anschlüsse:

  • den Einlass des ungefilterten Poolwassers an der Filterpumpe (vor dem Filterkorb/Vorfilter), der meist vom Skimmer des Pools über eine Saugleitung ankommt und
  • der Auslass des gefilterten Wassers am Mehrwegeventil, der eine Druckleitung darstellt und wieder zurück zum Pool führt.

Müssen zwischen den Anschlüssen vom Pool und der Sandfilteranlage unterschiedlich Schläuche miteinander verbunden werden, helfen sogenannte Reduzierstücke die unterschiedlichen Schlauchdurchmesser miteinander zu kombinieren.

Tipp: Da der Vorfilter regelmäßig gereinigt werden sollte, empfehlen wir einen Absperrhahn zwischen Pool und Sandfilter zu installieren. Dieser Absperrhahn verhindert größere Wasserverluste beim Reinigen des Vorfilters.

Bevor der Sandfilter das erste mal eingeschaltet wird, ist es wichtig, dass der Pool mit Wasser bis Mitte Oberflächensauger/Skimmer gefüllt wurde und auch die Filterpumpe über den Vorfilter mit Wasser gefüllt wurde. Zu- und Ablauf des Sandfilters (Saug- und Druckleitung) sollten vor der Inbetriebnahme geöffnet sein.

Bei der Erstinbetriebnahme sollte der Vorfilter nach 10 – 15 Minuten einmal gereinigt werden.

Wie reinigt man einen Sandfilter richtig?

Sandfilter werden durch Rückspülen (engl. Backwash) gereinigt. Mit Hilfe der Filterpumpe  wird Wasser von unten, also in die entgegengesetzte Richtung der Filterung in den Sandfilter gepresst. Dadurch wird der Sand aufgewirbelt, die Schmutzpartikel lösen sich vom Sand und werden als Schmutzwasser über den Waste-Auslass des Mehwegeventils abgeleitet. Der Filter sollte in der Regel einmal pro Woche rückgespült werden, je nach Filtergröße 2 – 5 Minuten. Wenn der Sandfilter über ein Manometer verfügt zeigt ein Ansteigen des Drucks an, dass der Filter verschmutzt ist und eine Rückspülung vorgenommen werden sollte.

Wichtig:
Nach dem Rückspülen den fehlenden Wasserstand im Schwimmbecken mit

Frischwasser nachfüllen!

Darf ich im laufenden Filterbetrieb das Mehrwegeventil des Sandfilters verstellen?

Top-Mount: Ganz klar NEIN! Bei laufender Filteranlage darf das Ventil niemals umgestellt werden, da dies zu Undichtigkeiten führt und Filtersand in das Becken gespült wird. VOR dem Umstellen des Hebels, die Filteranlage immer erst ausschalten.

Side-Mount: ja

Wie oft oder wann soll ein Sandfilter gereinigt (rückgespült) werden?

Das hängt vom Verschmutzungsgrad des Filtermediums ab. Pauschal sollte 1 x pro Woche zurückgespült werden oder wenn der Druck an der Einlaufdüse merklich nachlässt. Das lässt sich am Manometer ablesen. Der normale Betriebsdruck des Sandfilters liegt bei etwa 0,4 – 0,8 bar. Bei ansteigendem Druck ist der Filter rückzuspülen. Der ansteigende Druck macht sich auch durch ein lautes Pumpengeräusch bemerkbar, da die Pumpe gegen mehr Widerstand arbeiten muss wenn der
Filterbehälter/Filtersand zu sehr verschmutzt ist.

Wie lange soll ein Sandfilter rückgespült werden?

Solange bis klares Wasser kommt. Die meisten 6-Wege-Ventile haben ein Schauglas am Ausgang Backwash. Alternativ kann in diese Leitung auch ein PVC Sichtglas eingebaut werden. Unbedingt auf den Wasserstand achten. Fällt der Wasserstand im Pool unter den Skimmer, besteht die Gefahr das die Pumpe trocken läuft und Schaden nimmt. Ist ein Bodenablauf im Pool vorhanden, dann kann auch über den Bodenablauf rückgespült werden. Im Anschluss muss der Pool mit Frischwasser wieder aufgefüllt werden.

Sand im Sandfilter wechseln

Im Idealfall wird das Filtermedium mit Hilfe eines Schlamm- bzw. Nasssaugers aus dem Sandfilterkessel gesaugt. Wenn ein solcher Sauger nicht vorhanden ist oder nicht ausgeliehen werden kann, muss das Filtermaterial rausgeschaufelt werden. Bei kleineren Sandfilteranlagen könnte Filtersand bzw. -glas einfach ausgekippt werden. Nachdem das alte Filtermaterial komplett entfern wurde, sollte der Kessel einmal mit klarem Wasser ausgespült werden.

Nun beginnen Sie mit der Neubefüllung. Zuerst geben Sie nur eine kleine Menge an Filtersand oder Filterglas in den Kessel, um dann darin das Standrohr mittig zu platzieren. Auf das Rohr wird eine Einfüllhilfe gesetzt. Anschließend kann das restliche Filtermedium in den Kessel gefüllt werden. Wenn Sie keine Einfüllhilfe haben, decken Sie die Öffnung im Standrohr mit Klebeband ab – sonst kann später Filtermaterial in den Pool gespült werden.

Sobald der Filterkessel komplett gefüllt ist, wird die Einfüllhilfe bzw. das Klebeband wieder entfernt. Jetzt können Sie das Mehrwegeventil wieder aufsetzen. Sitzt das Ventil richtig, wird der Spannring mit Hilfe der Feststellschrauben und der Kontermutter festgezogen.

Wenn alles wieder am richtigen Platz ist, wird die Anlage rückgespült. Dazu stellen Sie den Hebel auf „RÜCKSPÜLEN“ und lassen die Filteranlage ca. 5 Minuten laufen.  Nach dem Rückspülvorgang schalten Sie die Sandfilteranlage aus und stellen den Hebel auf „NACHSPÜLEN“. Schalten Sie die Anlage wieder ein und lassen Sie den Rückspülvorgang ca. 1 Minuten andauern (dann wieder ausschalten). Jetzt können Sie den Hebel wieder auf „FILTERN“ stellen. So sind Sie wieder bereit für eine neue Poolsaison.

Sandfilter überwintern

Die Sandfilteranlage muss bei einer möglichen Frostgefahr winterfest gemacht werden. Dabei sind die folgenden 5 Punkte zu beachten:

  1. Wasser ist aus dem Filterkessel ablassen, Entleerungsschraube am Filterkessel verwenden,
  2. Leitungen vom und zum Pool vollständig entleeren,
  3. Strom abschalten, Stecker herausziehen,
  4. Quarzsand aus dem Filterkessel entnehmen,
  5. Quarzsand und Filteranlage im einem frostfreien Bereich lagern, z.B. im Keller.

Eine schöne Übersicht über Sandfilteranlagen mit UVC findet man im Artikel:

Die besten Sandfilter mit UVC Klärer für den Pool

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