UV-Licht und erste medizinische Experimente

Die Menschen spüren seit Urzeiten die heilenden Kräfte des Sonnenlichtes. Die ersten medizinischen Forschungsberichte datieren das Jahr 1878, verfasst von den Forschern und UV-Pionieren Arthur Downes und Thomas P. Blunt. Downes und Blunt erkennen, dass die Vermehrung von Mikroorganismen durch starke Sonnenbestrahlung eingeschränkt wird. Die Entwicklung von künstlichen UVC Lampen in Form von Quecksilberdampflampen ebnete den Weg für die weitere medizinische Erforschung des UVC Lichtes zum Ende des 19. Jahrhunderts. Weitere Meilensteine ließen nicht lange auf sich warten: im Februar 1902 berichtete der österreichische Arzt Gustav Kaiser vor der Vollversammlung der Gesellschaft der Ärzte in Wien von einem Selbstversuch mit einer UV-Glühlampe. Gustav Kaiser behandelte eine nicht heilen wollende Wunde mit dem Licht der UV-Glühlampe mit positiven Erfolg. Ermutigt wurde das „blaue Licht“ auch bei der Behandlung einer schwer an Tuberkulose erkrankten Patientin eingesetzt, ebenfalls mit einem nach vier Wochen eintretenden positiven Behandlungserfolg. Gustav Kaiser dehnte daraufhin seine Versuche mit UV-Licht auf die Behandlung von Hautkrankheiten aus, erzielte ebenfalls günstige Ergebnisse und schlussfolgerte in den Innsbrucker Nachrichte 1902, das das „blaue Licht“ keimtötend wirkte.